Eine Fallrecherche zu #Zwangsarbeit und #Verbotenen Umgang im Raum Dresden
Erscheint voraussichtlich 2027
Ein Denkmal im Poisenwald, dessen Geschichte in Vergessenheit gerät:
Adolf Kałwak war einer von 13 Millionen Menschen, die während des Zweiten Weltkrieges aus den besetzten Teilen Europas ins Deutsche Reich verschleppt worden waren, um Zwangsarbeit zu leisten. Er fand seit Mai 1940 auf dem von Ella Berger geführten Bauernhof in Possendorf bei Dresden mitmenschliche und wertschätzende Aufnahme.
Jeglicher vertraute Umgang mit Polen war jedoch verboten. Das respektvolle Miteinander missfiel jemandem im Dorf: Ella Berger und Adolf Kałwak wurden nicht nur denunziert, ihnen wurde ein intimes Verhältnis unterstellt. Zuständig für derartige „Delikte“ war die Geheime Staatspolizei.
Vor den Augen seiner Landsleute die wurde Kałwak gehenkt.
Ella Berger wurde von der Gestapo zu einer freundlichen Aussprache vorgeladen. An Leib und Seele gebrochen kehrte sie nach über einem Jahr aus dem Konzentrationslager zurück. Sie war geschieden worden, entehrt, entrechtet und verpöhnt. Doch die Gestapo kam wieder: Im Januar 1945 wurde sie wieder ins KZ Ravensbrück deportiert. Seitdem ist sie verschollen.
War die Verfolgung der beiden ein Einzelfall? Autor und Heimatforscher Matthias Schildbach geht in diesem Buch dem Thema Zwangsarbeit in der damaligen Gemeinde Possendorf-Wilmsdorf auf den Grund. Abgründe der Menschlichkeit taten sich vor ihm auf. Folter, KZ-Haft, Entmenschlichung – Werkzeuge des Nationalsozialismus – aber genauso Denunzierung, Rache und Verrat durch eigene Nachbarn. Er wertete bereits vorliegendes Archivmaterial aus und suchte nach Antworten auf drängende, bislang unbeantwortete Fragen.
In Polen und Sachsen spürte er die Familien von Adolf Kałwak und Ella Berger auf und brachte sie mit einer einmaligen Gemeinschaftsaktion der Kommunen Bannewitz, Rabenau und Rduniki (Polen) bei einer bewegenden Gedenkveranstaltung am Hinrichtungsort Kałwaks zusammen.
Dieses Buch ist keineswegs ein nüchternes Sachbuch. Es ist eine hochemotionale Recherchereise des Autors auf der Suche nach zwei verschollenen Seelen und dem Leid, das noch immer in den Familien gegenwärtig ist.
Autor: Matthias Schildbach
Eine Fallrecherche zu #Zwangsarbeit und #Verbotenen Umgang im Raum Dresden
Erscheint voraussichtlich 2027
Ein Denkmal im Poisenwald, dessen Geschichte in Vergessenheit gerät:
Adolf Kałwak war einer von 13 Millionen Menschen, die während des Zweiten Weltkrieges aus den besetzten Teilen Europas ins Deutsche Reich verschleppt worden waren, um Zwangsarbeit zu leisten. Er fand seit Mai 1940 auf dem von Ella Berger geführten Bauernhof in Possendorf bei Dresden mitmenschliche und wertschätzende Aufnahme.
Jeglicher vertraute Umgang mit Polen war jedoch verboten. Das respektvolle Miteinander missfiel jemandem im Dorf: Ella Berger und Adolf Kałwak wurden nicht nur denunziert, ihnen wurde ein intimes Verhältnis unterstellt. Zuständig für derartige „Delikte“ war die Geheime Staatspolizei.
Vor den Augen seiner Landsleute die wurde Kałwak gehenkt.
Ella Berger wurde von der Gestapo zu einer freundlichen Aussprache vorgeladen. An Leib und Seele gebrochen kehrte sie nach über einem Jahr aus dem Konzentrationslager zurück. Sie war geschieden worden, entehrt, entrechtet und verpöhnt. Doch die Gestapo kam wieder: Im Januar 1945 wurde sie wieder ins KZ Ravensbrück deportiert. Seitdem ist sie verschollen.
War die Verfolgung der beiden ein Einzelfall? Autor und Heimatforscher Matthias Schildbach geht in diesem Buch dem Thema Zwangsarbeit in der damaligen Gemeinde Possendorf-Wilmsdorf auf den Grund. Abgründe der Menschlichkeit taten sich vor ihm auf. Folter, KZ-Haft, Entmenschlichung – Werkzeuge des Nationalsozialismus – aber genauso Denunzierung, Rache und Verrat durch eigene Nachbarn. Er wertete bereits vorliegendes Archivmaterial aus und suchte nach Antworten auf drängende, bislang unbeantwortete Fragen.
In Polen und Sachsen spürte er die Familien von Adolf Kałwak und Ella Berger auf und brachte sie mit einer einmaligen Gemeinschaftsaktion der Kommunen Bannewitz, Rabenau und Rduniki (Polen) bei einer bewegenden Gedenkveranstaltung am Hinrichtungsort Kałwaks zusammen.
Dieses Buch ist keineswegs ein nüchternes Sachbuch. Es ist eine hochemotionale Recherchereise des Autors auf der Suche nach zwei verschollenen Seelen und dem Leid, das noch immer in den Familien gegenwärtig ist.
Autor: Matthias Schildbach