Sächsische Heimatgeschichte
zwischen Osterzgebirge, der Landeshauptstadt Dresden und dem Elbsandstein
Neuerscheinungen
Lebenswege eines Dresdners aus Zschachwitz-Sporbitz vor und nach dem Kriegsende 1945
Erzählung nach wahren Begebenheiten
Der 16-jährige Dietrich Abendroth wird im April 1944 durch die Einberufung zum Reichsarbeitsdienst mitten in den Untergang des Dritten Reiches gerissen. Statt auf dem Kohlenhof des Vaters in der Nähe von Dresden zu arbeiten, erlebt er als Kraftfahrer Bombennächte, Verrat und Fluchten durch ein Deutschland in Trümmern. Freunde fallen, Städte brennen – und Dietrich überlebt nur dank Glück, Mut und einer fast überirdischen Fügung.
Nach Kriegsende ist der Albtraum nicht vorbei: Dietrich kämpft sich durch ein besetztes Land zurück nach Hause. Dort wird er von den russischen Besatzern in Dresden als Automechaniker zwangsverpflichtet.
Auch diesem Schicksalsschlag entkommt er. Wieder daheim brechen alte Konflikte hervor. Über allem schwebt der Schatten des Geschäfts, der Schatten seines Vaters. Der ihn fast erdrückt. Und er weiß, er will mehr vom. Leben, als das Überleben.
Eine wahre Geschichte über Mut, Freiheit und den Wunsch nach einem eigenen Leben – packend erzählt und zutiefst berührend.
Auto: Ulf Großmann
Angaben zum Buch: Taschenbuch, 196 Seiten
Maße: 21,5 x 13,5 x 1,6 cm
Der Kohlberg, liebevoll von den Pirnaern auch Hausberg genannt, erhebt sich mit seinen 205 Metern territorial zwischen Zehista und Pirna. Er wird von den kleinen Flüssen Gottleuba und Seidewitz umspült. In vielen Zeitepochen befand sich das etwa 72 Hektar große Flurgrundstück in den Händen bedeutender adliger sächsischer Herrschaften des Rittergutes Zehista. Als Besitzer oder Pächter betrieben sie vorrangig Ackerbau und Viehzucht. Ausführlich wird in der Publikation der 200-jährige Weinanbau betrachtet. Auch in der Epoche der Industrialisierung spielte der Kohlberg für die Errichtung zweier Ziegeleien eine große Rolle. Beliebtheit errang die Berggaststätte auf dem Plateau durch ihre zauberhafte Aussicht, der ein weiteres Kapitel gewidmet ist. Der Kohlberg hat das Potenzial, sich zu einer »Grünen Lunge« von Pirna zu entwickeln. Als schützenswertes Reservat mit seiner historischen Vergangenheit könnte hier langfristig ein Landschaftsschutzgebiet entstehen."
Autor: Rainer Rippich
Angaben zum Buch: Softcover, 128 Seiten
Vom ersten Tag an stand er an den Fronten eines erbarmungslosen Krieges: Karl Eymann aus dem Süden Dresdens erlebte die Besetzung der Tschechoslowakei, den Einmarsch in Polen und den Westfeldzug mit. Doch im Osten änderte sich alles. Der Feldzug gegen die Sowjetunion wurde zum brutalen Vernichtungskrieg.
Vom Vormarsch über die eisigen Winter und die mörderische Belagerung von Woronesh bis hin zum bitteren Rückzug und die Gefangenschaft: Der 1917 geborene Luftwaffen-Funker Karl Eymann nimmt den Leser mit in seine Gestohlenen Jahre.
Seine Aufzeichnungen sind kein Blick zurück aus sicherer Distanz. Eymann schrieb im Angesicht des Todes: in Gefechtspausen, im Unterstand, in schlaflosen Nächten und auf den staubigen Straßen Russlands und der Ukraine.
Das Buch ist ein ungeschöntes Zeugnis eines Mannes, der überlebte, der Kameraden fand - und verlor. Auf teils ungeklärten Wegen fanden seine Tagebücher und hunderte seiner Fotos den Weg nach Hause, wurden weder zensiert noch konfisziert, und blieben erhalten.
Zwischen 1941 und 1944 erlebte er den Krieg an vorderster Front mit. Zurück blieben tiefe Wunden, Zweifel, Resignation. Nach dem Krieg baute er sich eine Existenz als Malermeister auf und lebte seine künstlerische Ader erst im Ruhestand aus. Bis ins hohe Alter beschäftigten ihn die traumatischen Erlebnisse seiner Gestohlenen Jahre.
Autor: Karl Eymann (1917-1991)
Angaben zum Buch: Hardcover, 484 Seiten, 203 originale Fotos, Karten und Skizzen (farbig, s/w)
Maße: 21,5 x 21,5 x 4,2 cm
ISBN: 978-3-911765-01-5
Von Pavlina erhielt die Rehefelderin Heide Dix den Hinweis auf Adolf Branalds Lebenserinnerungen Nordbahnhof. Adolf Branald (1910-2008) war einer der bedeutendsten Schriftsteller Tschechiens. Er schrieb über seine bewegte Zeit als Fahrdienstleiter der tschechoslowakischen Staatsbahn vor und während des Zweiten Weltkrieges am Grenzbahnhof Moldava (Osterzgebirge) und auf dem strategisch bedeutenden Masaryk-Bahnhof seiner Heimatstadt Prag. Der Grenzbahnhof Moldava war einst wirtschaftlich hochbedeutend – er besaß bis zu neun Rangiergleise – auf sächsischer Seite schloß sich die Verbindung nach Freiberg und Nossen an. Die Linie ist seit dem Kriegsende durch Brückensprengungen und Gleisdemontage auf sächsischer Seite unterbrochen.
Nordbahnhof ließ Heide Dix nicht mehr los: Mit Hilfe von tschechischen und deutschen Freunden übersetzte sie Branalds Nordbahnhof, sein „geniales Werk“, wie sie überzeugt ist, in jahrelanger Arbeit ins Deutsche.
Ein ganz besonderes Leseabenteuer für Eisenbahnfreunde, Heimatfreunde der Osterzgebirges dies- und jenseits der Grenze und Literaturfreunde.
Gefördert durch den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.
Autor: Adolf Branald (1910–2008), aus dem Tschechischen übersetzt von Heide Dix
Angaben zum Buch: 93 Seiten, Hardcover, 15 Abbildungen
Maße: 21 x 13,5 cm
Eine Fallrecherche zu #Zwangsarbeit und #Verbotenen Umgang im Raum Dresden
Erscheint voraussichtlich 2027
Ein Denkmal im Poisenwald, dessen Geschichte in Vergessenheit gerät:
Adolf Kałwak war einer von 13 Millionen Menschen, die während des Zweiten Weltkrieges aus den besetzten Teilen Europas ins Deutsche Reich verschleppt worden waren, um Zwangsarbeit zu leisten. Er fand seit Mai 1940 auf dem von Ella Berger geführten Bauernhof in Possendorf bei Dresden mitmenschliche und wertschätzende Aufnahme.
Jeglicher vertraute Umgang mit Polen war jedoch verboten. Das respektvolle Miteinander missfiel jemandem im Dorf: Ella Berger und Adolf Kałwak wurden nicht nur denunziert, ihnen wurde ein intimes Verhältnis unterstellt. Zuständig für derartige „Delikte“ war die Geheime Staatspolizei.
Vor den Augen seiner Landsleute die wurde Kałwak gehenkt.
Ella Berger wurde von der Gestapo zu einer freundlichen Aussprache vorgeladen. An Leib und Seele gebrochen kehrte sie nach über einem Jahr aus dem Konzentrationslager zurück. Sie war geschieden worden, entehrt, entrechtet und verpöhnt. Doch die Gestapo kam wieder: Im Januar 1945 wurde sie wieder ins KZ Ravensbrück deportiert. Seitdem ist sie verschollen.
War die Verfolgung der beiden ein Einzelfall? Autor und Heimatforscher Matthias Schildbach geht in diesem Buch dem Thema Zwangsarbeit in der damaligen Gemeinde Possendorf-Wilmsdorf auf den Grund. Abgründe der Menschlichkeit taten sich vor ihm auf. Folter, KZ-Haft, Entmenschlichung – Werkzeuge des Nationalsozialismus – aber genauso Denunzierung, Rache und Verrat durch eigene Nachbarn. Er wertete bereits vorliegendes Archivmaterial aus und suchte nach Antworten auf drängende, bislang unbeantwortete Fragen.
In Polen und Sachsen spürte er die Familien von Adolf Kałwak und Ella Berger auf und brachte sie mit einer einmaligen Gemeinschaftsaktion der Kommunen Bannewitz, Rabenau und Rduniki (Polen) bei einer bewegenden Gedenkveranstaltung am Hinrichtungsort Kałwaks zusammen.
Dieses Buch ist keineswegs ein nüchternes Sachbuch. Es ist eine hochemotionale Recherchereise des Autors auf der Suche nach zwei verschollenen Seelen und dem Leid, das noch immer in den Familien gegenwärtig ist.
Autor: Matthias Schildbach
Der 17. April 1945 über der Dippoldiswalder Heide
Ein fataler Bomber-Zusammenstoß 1945, Sachsens größte Bombenbergungsaktion und ein ungesühnter Fliegermord, dessen Täter erst durch die Recherchen zu diesem Buch ermittelt werden konnte.
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Festung Königstein
Die Schönste im ganzen Land: Festungsgeschichte vom Mittelalter bis zur Neuzeit
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Zweiter Weltkrieg
Spuren des Krieges sichtbar machen, Schicksale und Kriegsverbrechen aufarbeiten
Die nächsten Veranstaltungen
Unterhaltsame Wanderung durch den Poisenwald zu alten Handelswegen, Tragödien und der Bedeutung des Waldes für die Region. Ca. 4 km, 3 Stunden. Kosten: 10 €, Anmeldung bis 21.09.2026.
Marco Schröder liest aus „Schreckenszeit 1813" – über Pfarrer Christian Friedrich Gerschner, der in den Kriegswirren von 1813 im sächsisch-böhmischen Grenzgebiet Halt gab. Kirche zu Markersbach.
Ein bebilderter Leseabend mit Heimatforscher Matthias Schildbach: Geister, Feldschanzen und makabre Funde aus der Region zwischen Elbsandstein und Erzgebirge. Vereinsheim Malter, Eintritt wird erhoben.
Matthias Schildbach berichtet über den Luftkrieg 1945 in der Dippoldiswalder Heide und die spektakuläre Bombenbergung von 2013 – elf Fliegerbomben an einem Tag. Vereinsheim Malter, Eintritt wird erhoben.
Bildervortrag von Steffen Ruhtz und Matthias Schildbach über die Babisnauer Pappel – ein Wahrzeichen der Heimat. Rathauskeller Possendorf, Eintritt frei.
Von historischen Katastrophen bis zum simulierten Blackout: Matthias Schildbach und der Katastrophenstab Bannewitz ziehen Parallelen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Wie kann ich persönlich vorsorgen? Eintritt frei.
Matthias Schildbach und Robert Wölflein erzählen fünf Jahrhunderte Geschichte des Gasthofs „Transit" in Possendorf – mit Eskapaden, Stammtischgeschichten und einem spektakulären Verkehrsunfall. Eintritt frei.
Wahre, schockierende Kriminalfälle aus der Region: Autor und Verleger Matthias Schildbach erzählt von Serienmördern, Vermisstenfällen und ungeklärten Mordfällen aus „Es war einmal ein Mord". Bibliothek Gompitz, Dresden.