Autoreninterview:
Die wahre Geschichte hinter „Glückshaut“
Verleger Matthias Schildbach im Gespräch mit Autor Ulf Großmann vor der Kulisse der Dresdner Frauenkirche: Erfahren Sie mehr über die zweijährige Spurensuche, die realen Schauplätze eines Dresdner Fuhrbetriebs und das erstaunliche Schicksal eines 16-Jährigen in den Kriegswirren 1944/45.
Auszug
„Kurz nach Zehn waren die Bomber da. Dietrich stand mit ein paar anderen auf der Straße. Sie rauchten und sahen zu Boden. Das Bombardement von Dresden war bis hierher zu hören. Man ahnte, dass es Dresden voll erwischte.
Jetzt ist Dresden dran, sagte einer. Dann wurde nicht mehr gesprochen. Stille flutete die wirren Gedanken, wie ein schriller Schrei. Obstler lag auf der Pritsche, als Dietrich eintrat.
Und?, fragte er.
Denen können wir nicht helfen, sagte Obstler und zeigte auf die andere Pritsche. Dietrich legte sich hin.
Und es wollte nicht aufhören. Eine zweite Welle des Angriffs kam halb zwei am Morgen.
Dietrich dachte an seine Mutter und an die Brüder. Sporbitz lag nah an Dresden. Bombardierungen waren keine Filigranarbeit. Scheiße. Mit solchen Gedanken und Gefühlen gewann keiner einen Krieg.
Dietrich hatte gelernt, Gefühle zu unterdrücken. Er unterdrückte und schlief tief und fest in den paar Stunden, die ihm dazu blieben. Wurde wach. Im Westen sah man Dresden brennen, sagten einige. Er hatte in der Nacht nur das Grollen von Bomben in weiter Ferne gehört. Dabei waren das neunzig Kilometer. Am Tag trafen widersprüchliche Meldungen ein. Es stand wohl nicht mehr viel von den Gebäuden. Und die Menschen … Darüber dachte man lieber nicht nach. Es sollten immer noch Bomben fallen, hieß es.“
Über den Autor
Ulf Großmann, geboren 1968 im sächsischen Freiberg, zeichnet sich durch seine literarische Vielseitigkeit aus: Er war Redakteur der Zeitschrift für Literatur und Kunst Ostragehege, ist Mitherausgeber der Reihe Skeptische Zärtlichkeit (junge deutschprachige Lyrik) und Autor mehrerer Erzählungen und Gedichtbände. Literarische Preise und Stipendien kennzeichnen die Qualität seines Schaffens. Zur Geschichte von Glückshaut hat Ulf Großmann einen eigenen biografischen Bezug: Die historische Figur war einst sein Schwiegervater.
Kundenbewertungen
Ein großes Lob an Ulf Großmann, der es mit seinem spannenden Buch geschafft hat, mit uns eine Reise in die Vergangenheit zu unternehmen und uns die Zeit usnerer Großeltern noch mehr nahezubringen. Ich habe das Buch an einem Tag lesen müssen, weil ich es nicht mehr zur Seite legen konnte!
Katja Seifert
Lebenswege eines Dresdners aus Zschachwitz-Sporbitz vor und nach dem Kriegsende 1945
Erzählung nach wahren Begebenheiten
Der 16-jährige Dietrich Abendroth wird im April 1944 durch die Einberufung zum Reichsarbeitsdienst mitten in den Untergang des Dritten Reiches gerissen. Statt auf dem Kohlenhof des Vaters in der Nähe von Dresden zu arbeiten, erlebt er als Kraftfahrer Bombennächte, Verrat und Fluchten durch ein Deutschland in Trümmern. Freunde fallen, Städte brennen – und Dietrich überlebt nur dank Glück, Mut und einer fast überirdischen Fügung.
Nach Kriegsende ist der Albtraum nicht vorbei: Dietrich kämpft sich durch ein besetztes Land zurück nach Hause. Dort wird er von den russischen Besatzern in Dresden als Automechaniker zwangsverpflichtet.
Auch diesem Schicksalsschlag entkommt er. Wieder daheim brechen alte Konflikte hervor. Über allem schwebt der Schatten des Geschäfts, der Schatten seines Vaters. Der ihn fast erdrückt. Und er weiß, er will mehr vom. Leben, als das Überleben.
Eine wahre Geschichte über Mut, Freiheit und den Wunsch nach einem eigenen Leben – packend erzählt und zutiefst berührend.
Auto: Ulf Großmann
Angaben zum Buch: Taschenbuch, 196 Seiten
Maße: 21,5 x 13,5 x 1,6 cm
Lebenswege eines Dresdners aus Zschachwitz-Sporbitz vor und nach dem Kriegsende 1945
Erzählung nach wahren Begebenheiten
Der 16-jährige Dietrich Abendroth wird im April 1944 durch die Einberufung zum Reichsarbeitsdienst mitten in den Untergang des Dritten Reiches gerissen. Statt auf dem Kohlenhof des Vaters in der Nähe von Dresden zu arbeiten, erlebt er als Kraftfahrer Bombennächte, Verrat und Fluchten durch ein Deutschland in Trümmern. Freunde fallen, Städte brennen – und Dietrich überlebt nur dank Glück, Mut und einer fast überirdischen Fügung.
Nach Kriegsende ist der Albtraum nicht vorbei: Dietrich kämpft sich durch ein besetztes Land zurück nach Hause. Dort wird er von den russischen Besatzern in Dresden als Automechaniker zwangsverpflichtet.
Auch diesem Schicksalsschlag entkommt er. Wieder daheim brechen alte Konflikte hervor. Über allem schwebt der Schatten des Geschäfts, der Schatten seines Vaters. Der ihn fast erdrückt. Und er weiß, er will mehr vom. Leben, als das Überleben.
Eine wahre Geschichte über Mut, Freiheit und den Wunsch nach einem eigenen Leben – packend erzählt und zutiefst berührend.
Auto: Ulf Großmann
Angaben zum Buch: Taschenbuch, 196 Seiten
Maße: 21,5 x 13,5 x 1,6 cm