Unsere Autoren

zwischen Osterzgebirge, der Landeshauptstadt Dresden und dem Elbsandstein

Matthias Schildbach

Geboren 1977 in Kreischa bei Dresden, hat der diplomierte Buchhändler seine tiefe Leidenschaft für die Heimatgeschichte zum Beruf gemacht. Seit 2018 bereichert er den sächsischen Buchmarkt, seit 2023 bündelt er seine Expertise im eigenen Verlag.

Als Heimatreporter der Sächsischen Zeitung im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (SOE) spürte er jahrelang vergessene Geschichten auf. Ob als Dozent, als Redner in Museen und Bibliotheken oder als Guide bei packenden historischen Exkursionen: Matthias Schildbach macht Vergangenheit greifbar. Sein Herz schlägt für die Region – was er auch durch sein Engagement im Landesverein Sächsischer Heimatschutz, dem Heimatverein Börnchen und der von ihm gegründeten Geschichtswerkstatt Kreischa beweist.

Auszeichnungen

  • 2004: Anerkennungsurkunde der Post 418 Veterans of Foreign Wars, Pennsylvania, USA

  • 2019 Sächsischer Landespreis für Heimatforschung für „Mid Air Collision“

  • 2019 Anerkennungsurkunde des mitteldeutschen Heimatgeschichtswettbewerbs Ur-Krostitzer Jahresring für „Mid Air Collision“

  • 2026 Auszeichnung des Vereins Landscha(f)t Zukunft e.V. für bürgerliches Engagement um das Gedenken um Ella Berger und Adolf Kalwak „Denunziert und Ermordet“

Adolf Branald

Adolf Branald wurde 1910 in Prag geboren. Sein Vater war Schauspieler, Regisseur und Dramatiker, seine Mutter Schauspielerin. Er soll der erste Kinderfilmstar Böhmens gewesen sein, da er als Kind in mehreren Stummfilmen mitspielte. 1929 schloss er die Wirtschaftsakademie ab, war Angestellter in einer Bank, Verkaufsvertreter einer Ölgesellschaft, Pianist in einem Kino, Buchhändler und von 1936 bis 1945 Disponent der Staatsbahn. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er als Pressesprecher im Verkehrsministerium und als Herausgeber des tschechoslowakischen Schriftstellerverlags. Ab1959 war er freier Schriftsteller.

Seine literarische Laufbahn begann er vor dem Weltkrieg. Viele seiner Werke wurden verfilmt. 1965 erhielt Branald den Titel Verdienter Künstler, 1996 wurde ihm der PEN Club Award für sein Lebenswerk und 2003 der Miroslav Ivanov Award für Sachbücher verliehen. 2008 verstarb er in Prag, postum wurde ihm die Verdienstmedaille Ersten Grades in Memoriam verliehen.

Bücher im Schildbach Verlag

Nordbahnhof – Lebenserinnerungen

Heide Dix

Heide Dix ist Jahrgang 1955, wuchs im Thüringer Holzland auf und studierte Veterinärmedizin. Ihre ersten Berufsjahre verbrachte sie beim Grenzveterinärdienst in Zinnwald, gründete eine Familie und fand ihre Heimat in Rehefeld-Zaunhaus im Osterzgebirge. Hier war sie bis zur Eingemeindung Bürgermeisterin.

Die letzten 25 Jahre bis zum Renteneintritt arbeitete sie in der ambulanten Pflege. Seitdem schreibt sie. Ihr erstes Werk war das illustrierte Kochbuch „Meine gute Küche“, sie schreibt Kurzgeschichten und erwirbt in der „Romanwerkstatt“ des Vereins Pirna schreibt e.V. das Handwerkszeug für ihren ersten Roman: „Den Gipfel im Blut“.

Heide Dix widmet sich der Geschichte ihrer zur Heimat gewordenen Region beidseits der deutsch-tschechischen Grenze und engagiert sich im Förderverein Pro Rehefeld e.V.

Heide Dix betreibt einen eigenen Blog: Rehefeld – Heides Blog

Bücher im Schildbach Verlag

Nordbahnhof – Lebenserinnerungen

Karl Eymann

(1917-1991) war der Sohn eines Maurerpoliers und dessen Frau aus Kleincarsdorf bei Kreischa im Süden Dresdens, die einen kleinen Kolonialwarenladen im Elternhaus betrieb. Aus der Schule entlassen, wurde er zum Malergesellen. Erst zum Reichsarbeitsdienst eingezogen, ging es danach nahtlos in die Wehrmacht. Als einfacher Soldat (Funker) einer Luftwaffenabteilung nahm er 1939 an der Besetzung der Tschechoslowakei teil, 1939 am Polenfeldzug, 1940 am Westfeldzug. Später befördert zum Unteroffizier, wurde er Zeitzeuge des Krieges im Osten zwischen 1941 und 1944. Nach dem Krieg eröffnete er ein erfolgreiches Malerfachgeschäft, das er bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1982 betrieb. Zeitlebens hatte er eine künstlerisch-gestalterische Ader, die er erst im Rentenalter auslebte.

Ulf Großmann

1968 in Freiberg (Sachsen) geboren. Nach 30 Jahren in Freiberg, lebte er 20 Jahre in Dresden, ehe er 2020 nach Bayern zog. Veröffentlichungen von Lyrik, Belletristik und Rezensionen in Zeitschriften und Anthologien. Redakteur bei der Zeitschrift für Literatur und Kunst Ostragehege.

Mitglied des VS-Schriftstellerverbandes. Mitherausgeber von »Skeptische Zärtlichkeit« (zur jungen deutschsprachigen Lyrik) im Leipziger Literaturverlag 2009. Erzählungsband »Bescherung« im Dresdner Buchverlag, 2017. Gedichtband »Nachtränder« im Elifverlag, 2018. Langgedicht „fortsetzung mit anderen mitteln“ mit Reinhard Reich bei Black Ink., 2024. Gedichtband „Rohdaten“ im Thelem Universitätsverlag, Dresden, 2026.

Auszeichnungen (Auswahl):

  • 2. Preis Literaturpreis Nordost 2017

  • Kammweg Förderpreis 2017

  • Text des Monats im Literaturhaus Zürich, März 2014, 2015 und 2016

  • Merck-Stipendium der Darmstädter Textwerkstatt 2013

  • 2. Platz beim Sauerländer Theaterstückepreis 2012

  • Dulzinea Förderpreis für Textgruppen, Winter 2011/2012

  • 1. Preis beim Literaturwettbewerb zu den Berner Bücherwochen 2011

  • 1. Platz beim Kempener Literaturwettbewerb 2011 (Lyrik)

  • Hauptpreisträger beim Kammweg Literaturwettbewerb des Kulturraumes Erzgebirge/Mittelsachsen

  • 2011 Preisträger beim HARDer Literaturwettbewerb 2005/2006

Bücher im Schildbach Verlag

Glückshaut – eine Dresden Erzählung

Joachim Lau

Joachim Lau, geboren 1979 in Kassel, studierte Philosophie und Katholische Theologie an der Theologischen Fakultät Paderborn sowie Bibliotheks- und Informationswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit Oktober 2021 ist er auf der Festung Königstein als Bibliothekar und Archivar tätig.

Andrej Pawluschkow

Andrej Pawluschkow wurde 1963 in Leipzig geboren und wuchs in Dresden auf, wo er zunächst den Beruf eines Schlossers erlernte. Sein Interesse an Heimat- und Kunstgeschichte brachte ihn zum Studium an der Fachschule für Museologen in Leipzig. Seit 1990 ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Museum Festung Königstein tätig, wo er zahlreiche Ausstellungen zu verschiedensten Themen kuratiert hat. In unserem Verlag ist er Mitautor des Titels „Die Festung Königstein und der Dresdner Maiaufstand 1849“.

Hans-Joachim Rühle

Jahrgang 1951, ist gebürtiger Dresdner und studierte Betriebswirtschaftslehre. Er arbeitete bis zu seiner Pensionierung 2016 im grafischen Maschinenbau, dem Bauwesen und als Verwaltungsangestellter.

Auf der Festung Königstein geht er bis heute seiner Leidenschaft, der regionalen Militärgeschichte, nach. 2017 veröffentlichte er im Selbstverlag sein erstes Buch DIE ARTILLERIE DER FESTUNG KÖNIGSTEIN.

In unserem Verlagsprogramm ist er mit mehreren Veröffentlichungen zur FESTUNG KÖNIGSTEIN vertreten. 2024 wurde sein Lebensbild über den Festungskommandaten von PIRCH mit einer Anerkennungsurkunde des Sächsischen Landespreises für Heimatforschung geehrt.

Rainer Rippich

Seit vielen Jahren als Pirnaer Heimatforscher bekannt, lebt der 1941 in Oschersleben bei Magdeburg geborene Rainer Rippich seit 1966 in der Stadt an der Elbe. Neben der Herausgabe mehrerer historischer Kalender erschienen parallel weit über 100 Beiträge in der Sächsischen Zeitung. Als Schwerpunkthemen kristallisierten sich dabei Pirnaer Restaurationen heraus und in den letzten zehn Jahren erfolgten thematische Rundgänge in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Pirna, die der globalen Bedeutung des Wassers gewidmet waren.

2020 erschien von Rippich ein Buchprojekt über den Pirnaer Baumeister und Unternehmer Fürchtegott Kemnitzer, das 2021 mit dem Landespreis für Heimatforschung ausgezeichnet wurde.

Friedrich Theile

Als Friedrich Theile 1877 das Lebensbild von Johann Georg Palitzsch veröffentlichte, blickte er selbst auf eine überaus bewegte Biografie zurück. 1814 in Chemnitz geboren, studierte er in Dresden und Leipzig Medizin. Als Landarzt und Landwirt ließ er sich zunächst in Lungkwitz bei Kreischa und später im Dresdner Süden in Lockwitz nieder.

Während der Revolution von 1849 geriet Theile in den Strudel der Ereignisse: Für seine Begeisterung und sein Engagement im Aufstand wurde er zunächst zum Tode verurteilt, später begnadigt und nach mehrjähriger Haft mittellos entlassen.

Mit ungebrochener Tatkraft kämpfte er sich zurück und stieg zu einer der angesehensten Persönlichkeiten der Region auf. Theile engagierte sich mit großem sozialem Verantwortungsbewusstsein – insbesondere für die Volksbildung – und etablierte sich als einer der umtriebigsten und produktivsten Heimatforscher Sachsens. Er prägte die Arbeit des Gebirgsvereins für die Sächsische Schweiz maßgeblich mit, redigierte von 1880 bis zu seinem Tod die Heimatzeitung Über Berg und Thal und legte damit wichtige Grundsteine für den 1908 gegründeten Landesverein Sächsischer Heimatschutz.